Albert Hofmann "Die Substanz, mit der ich hatte experimentieren wollen, hatte
mich besiegt. Sie war der Dämon, der höhnisch über meinen Willen
triumphierte. Eine furchtbare Angst wahnsinnig geworden zu sein,
packte mich. Ich war in eine andere Welt geraten, in andere Räume
mit anderer Zeit. Mein Körper schien mir gefühllos, leblos und
fremd. Lag ich im Sterben? War das der Übergang?" Stimmen der Kritik: "Wer hören möchte, wie die Stimme des Mannes klingt, der durch
seine unfreiwillige Entdeckung einer ganzen Generation zu Trips
in das Mysterium ihres Selbst verhalf, der erhält jetzt dazu die
Gelegenheit..." (StadtRevue, Köln) "Mit dieser CD wurde dem Entdecker des LSD ein hörbares Denkmal
gesetzt!" (RBB, Radio Eins, 21.10.03) "Albert Hofmann macht sich leicht, charmant und, wo es um Argumente
geht, absolut überzeugend verständlich - das kann man jetzt auf
einer CD hören, die der Kölner suppose-Verlag soeben veröffentlicht
hat, dessen erlesener, punktuell geradezu kapriziöser Geschmack
bei der Auswahl seiner Autoren und Vortragenden (Hubert Fichte,
Heinz von Foerster, Gotthard Günther, Erwin Schrödinger, um nur
die exquisitesten zu nennen) ihn längst zu einer der ersten Adressen
für Tondokumente dr feinstofflicheren Aspekte modernen intellektuellen
Lebens gemacht hat. Hofmann redet, weil er Schweizer ist, wie
ein Schweizer eben redet. Man muß gehört haben, wie er Mutterkorn
als 'Mutterrrkchorrrn' ausspricht, um das besondere Flair fürs
Transzendente ermessen zu können, das den besten Söhnen und Töchtern
jenes kleinen Landes seit jeher eigen ist. Von grober Ironie hält
der Entdecker wenig, ihm stehen ja dezentere Formen der Verschmitztheit
zu Gebote: In einem Vortrag über Indolderivate etwa erklärt er,
seine erleuchtenden Funde habe er 'zum Teil zufällig' erwischt,
und 'LSD hat mir dann die Pilze ins Haus gebracht' - das Publikum
lacht, es freut sich über die List der Vernunft des Alten... Ein
psychedelisches Bildungsprogramm... Eine famose CD!" (Dietmar
Dath, FAZ) "Wenn man ihm zuhört, wie er im murmelnden Tonfall eines Märchenerzählers
die LSD-Geschichte rekapituliert, dann schwingt da auch Stolz
mit und viel Trauer darüber, dass die psychedelische Erfahrung
irgendwann zum billigen Hippie-Volksvergnügen verkam..." (Oliver
Fuchs, Süddeutsche Zeitung) "Eine hörenswerte CD!" (Zeitung Der Sonntag) "Mit dem Aufkommen der Techno-Szene erlebte LSD in den neunziger
Jahren ein Revival. Albert Hofmann beobachtete schon in den Sechzigern
die Entwicklung seiner Erfindung zum Hippie-Aphrodisiakum mit
gekränktem Forscherstolz. Der heute 97-jährige Rentner, der auf
der eben erschienenen Memoiren-CD 'Erinnerungen eines Psychonauten'
über sein Lebenswerk referiert, erklärte jüngst: 'Meine Errungenschaft
war seitlebens mein Sorgenkind. In Wahrheit bräuchte man zwei
Leben - eines mit und eines ohne LSD'." (Profil, Wien) "Zum 60. Jahrestag des Schicksalsstreiches erzählt der Entdecker
von den skurrilen frühen Jahren des LSD..." (Brigitte) "Eine wunderbare Auswahl von Lesungen, Vorträgen und Interviews
von und mit Albert Hofmann..." (gaiamedia news) "Danken sollte man dem supposé-Verlag, dass er die Audio-Erinnerungen
des Psychonauten Hofmann konserviert hat." (Deutschlandradio) "Albert Hofmann spricht eher nüchtern von seinen Forschungen an
Mutterkorn und Mexikanischen Zauberdrogen und von gemeinsamen
Tauchgängen ins Unbewusste mit dem Freund Ernst Jünger. Doch ein
Zittern in seiner Stimme verrät die Erschütterung, die seine Entdeckungen
hervorriefen. Für diese Art von Nachbeben will supposé seinen
Hörern die Ohren öffnen und sie einladen genauer hinzuhören..."
(Frank Kaspar, HR2, Hörbuch-Magazin) "Hofmann erzählt in seiner ihm eigenen, sehr angenehmen Art von
den ersten Selbstversuchen, der Wirkung von LSD und anderen Drogen
wie Psylocibin, Meskalin und Ololiuqui, er beschreibt seinen Besuch
bei einer Curandera und auch Ernst Jünger ist in einem Gespräch
kurz zu hören. Dieser kleine Einblick in das Leben dieses grossen,
inzwischen 97jährigen Entdeckers ist wirklich faszinierend und
jedem nur zu empfehlen, handelt es sich hierbei doch um einzigartige
Aufnahmen eines Ausnahmemenschen." (freihafen.net) "Schön, dass jetzt endlich Albert Hofmann in die Riege und Walhalla
approbierter Jahrhundertgrößen aufgenommen wurde, also nicht mehr
nur in einschlägigen Highdelberger Grünen Zweigen und Solothurner
Nachtschattengewächsen Obdach findet, wo er im Kreis seiner dankbaren
Nutznießer unter sich bleibt, sondern sogar einwanderte in den
anspruchsvollen CD-Verlag suppose, allwo seine Stimme nun würdig neben Physikern und Philosophen
wie Max Planck, Ludwig Klages und E. M. Cioran einen hörenswerten
Platz fand. Ein Grand Old Man, 97, der Vater des Mutterkorns,
ein Menschheitserleuchter, der die standing ovations seiner Fans
gern mit dem Aphorismus pariert: 'Ich bin kein Guru, ich bin Kemiker.'
Doch dieser Kemiker untertreibt bescheidenerweise natürlich überaus;
denn Hofmann ist natürlich viel mehr als bloß ein Chemiker, nämlich
atypischerweise Mensch geblieben... Erneut wird die Parallele
Albert Hofmann/Albert Einstein deutlich: ein Physiker, der ebenfalls
über den Tellerrand sehr hinaussah, schenkte seine Relativitätstheorie
der Menschheit, die dann bloß Atombomben schmiß; ein Chemiker
wollte die Welt mit einem Kreislaufstimulanz beschenken, und schon
ging die unreife Menschheit auf Horrortrips." (Ulrich Holbein,
Hanfblatt) "Bei allen hier versammelten Interviewausschnitten, Reden und
Diskussionsbeiträgen kann man der bedächtigen Stimme eines alten
Mannes lauschen und sich daran erfreuen, dass maßvoller Drogengenuss
anscheinend jung hält und den Verstand nicht schwächt." (Tobias
Lehmkuhl, Berliner Zeitung) "Diese CD lebt! Denn aus den Originalaufnahmen spricht die Persönlichkeit
Hofmanns - kenntnis- und erfahrungsreich, amüsant und eloquent
noch als alter Mann. Bisweilen stiften Papierrascheln, Gelächter
und dialogische Verflechtungen einen atmosphärischen Hintergrund,
der die spannende Zusammenstellung zusätzlich bereichert." (Claudia
Mauelshagen, Psychologie heute) "Eines der Highlights auf der schönen CD ist der Bericht von einem
Trip, den Hofmann zusammen mit Rudolf Gelpke und Ernst Jünger
unternommen hat. Die Frau machte Linsen mit Spätzle, während die
abenteuerlustigen Intellektuellen sich die Fahrt in den 'Weltraum
der Seele' machten. Jünger und Gelpke trugen kaftanartige Gewänder,
weil der Alltag auch optisch abgelegt werden sollte. Hofmann hoffte
auf die Wiederkehr seines schönen Kindheitserlebnisses, wanderte
aber stattdessen durch gespenstische mexikanische Städte in seinem
Kopf. Mit Mozart-Musik und 'einem köstlichen Mahl feierten wir
die Rückkehr'." (Detlef Kuhlbrodt, die tageszeitung) "O-Ton-Aufnahmen - LSD darin hinreißend Schwyzerdütsch erstsilbig
betont - führen nicht nur ein in den 'bewussten Rausch' und dessen
Farben und Gefahren, sondern auch hin zu Ernst Jünger... Im Dialog
schaudert es Hofmann vor der Substanz, von der 'ein Gramm 20.000
Personen bedienen kann', für den harten Jünger ist gegen den 'Tiger
Meskalin dein LSD nur eine Hauskatze'. Auf die HörerIn wirkt das
CD-LSD mehr wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland, auch
ohne jegliche substantiale Unterstützung. Weil Hofmann ein liebenswerter,
witziger Typ von Erzähler ist..." (20er - Die Tiroler Straßenzeitung) "Beim LSD gibt es die Jahre des Schlummers, die Jahre der erhabenen
Träume und die Jahre des kollektiven Wahns. Die CD mit Tondokumenten
des LSD-Entdeckers Albert Hofmann erlaubt es, diese verschiedenen
Phasen aus erster Hand nachzuvollziehen." (Martin Frischknecht,
Spuren) "In Ausschnitten aus Lesungen, Vorträgen, Diskussionen und einem
Gespräch mit Ernst Jünger erzählt Albert Hofmann trocken und humorvoll
von seinem 'Sorgenkind', von seinen eigenen Erfahrungen mit diesem
Halluzinogen und den wundersamen Auswüchsen, die er staunend miterlebte."
(Georg Patzer, lesen & Leute) "Faszinierendes Hörbuch!" (Stephan Karkowsky, Radio Eins, Late
Night Lounge) "Es ist vor allem die Persönlichkeit des Albert Hofmann, die in
den Tondokumenten durchklingt. Noch im hohen Alter spricht er
charmant und gewandt; zwar rekapituliert er die Geschichte des
LSD nüchtern, aber auch ein wenig respektvoll... Bei allem Forschungsinteresse
ist Hofmann Mensch geblieben - und das ist das wirklich Einzigartige
und Schöne an diesen Originalaufnahmen... Voller Achtung berichtet
er von seinen Erfahrungen bei einer Cundera-Sitzung im Rahmen
seiner Studienreise nach Mexiko. Er weist darauf hin, dass die
Indianer daran glauben, dass der Gott durch den Pilz spricht,
dass die Cundera Sprachrohr ist. In diesem Zusammenhang betont
Hofmann auch den kulturell bedeutsamen Unterschied im Umgang mit
der Droge: Indianer bereiten sich auf die Einnahme vor, durch
Fasten und Beten. Nur so kann man ihrer Meinung nach in Kontakt
mit den Göttern gelangen. Nur so ist eine mystische Erfahrung
möglich. Fazit: Auf diesem Hörbuch werden einzigartige Originalaufnahmen
des Chemikers präsentiert. Hofmann lässt die Geschichte des LSD
Revue passieren, und dazu gehört auch die Hippiebewegung und ihr
unbedachter Umgang mit LSD als bewusstseinserweiterndes Instrument.
Er macht insbesondere auch deutlich, dass die Erlangung ekstatisch-visionärer
Zustände kein Humbug ist, sondern auf psychoaktiven Wirkstoffen
beruht - bei den südmexikanischen Indianern genauso wie bei den
Menschen, die den Mysterienkult in Eleusis zelebrierten. Im Epilog
bekennt Hofmann sich zu einem mystischen Sehen im Sinne Augustinus.
Seine Botschaft? Vielleicht nur, dass alles, was aus dem Unterbewussten
kommt - egal ob von alleine oder durch die Einwirkung von Drogen
- in uns ist. Dass wir alle Himmel und Hölle in uns tragen!" (Christiane
Gut, culture.text) "Eine bewußtseinserweiternde CD... Ein Beleg, dass Drogen nicht
immer dumm und tot machen." (Die Welt) "Die CD quillt über vor authentischen, jeden Psychonauten ergreifenden
Zitaten und Aufnahmen. Dabei geht es um Albert Hofmanns Leben,
um Indolderivate, um die sogenannten 'Tickets to Paradise' (LSD),
um Himmelsmusik und sakrale Drogen, um die Sprache der Götter
und die Eleusinischen Mysterienspiele. Die CD ist in jedem Fall
Pflichtprogramm für alle Psychonauten und Entheogene-Liebhaber.
Gehört ins Regal jedes Freaks und Pharmakologen. Herzlichen Glückwunsch,
lieber Albert! Auf die nächsten Jahre." (Markus Berger, Grow) "Es war ein Horrortrip, hört man den eidgenössischen Chemiker
Albert Hofmann murmeln, als er über sein erstes Selbstexperiment
auf der Suche nach einem kreislaufstimulierenden Mittel im Jahre
1943 berichtet ... Die bewusstseinserweiternde Fernwirkung bahnbrechender
Erkenntnisse vermittelt sich durch den Klang der Stimme oft intuitiver
als in der Textform ..." (Hilmar Schmundt, Der Spiegel) "Hörbücher scheinen IN zu sein. Jedenfalls erzählt man das auf
jeder Buchmesse. Vielleicht um einen neuen Markt zu etablieren,
vielleicht weil es wirklich so ist und in einer Welt, die noch
nie so visuell war wie die unsrige, ein neues Bedürfnis nach HÖREN
entsteht. Ein ganz besonderes Hörwerk nichtbellestristischer Art
liegt mit ?Erinnerungen eines Psychonauten vor, das ganz von und
mit Albert Hofmann einem Mann gewidmet ist, der der Welt das LSD
("Acid") schenkte und als gestandener Wissenschaftler ein Dorn
im Fleische des "Krieges gegen Drogen" und der damit verbundenen
unglaublichen Heuchelei ist. Albert Hofmann eröffnet auf der CD
einen sehr persönlichen und sympathischen Zugang zu seinem Leben,
seinen Gedanken, seiner Arbeit und den rationalen und gefühlten
Einsichten in die Welten, die durch psychedelische Substanzen
eröffnet werden. Es ist interessant zu hören, daß hier kein Hippie-Guru
spricht (für den ihn wahrscheinlich viele halten). Es ist genauso
interessant zu hören, daß er sich als Wissenschaftler so viel
Offenheit und Spiritualität bewahrte, daß er die bewußtseinserweiternden
Erfahrungen mit LSD, Psilocybin u. a. Substanzen nicht negierte
oder moralisch ablehnte, sondern zuließ und als Bereicherung empfand.
In den kurzen Stücken, wo Hofmann seine "Trips" schildert, insbesondere
den mit seinem Freund Ernst Jünger, wird klar, daß wir hier Männer
vor uns haben, denen die geistige Entdeckerlust im Blute liegt
und die als echte Psychonauten keineswegs Gefahr laufen, psychedelische
Substanzen als Partygag mißzuverstehen oder gar zu mißbrauchen.
Daß dieser Mißbrauch dann in der Gesellschaft tatsächlich stattfand,
darüber hat sich Hofmann enttäuscht gezeigt ... Bezeichnenderweise
endet die Reihe der Tracks mit einem Stück "Über das Sehen", so
daß wir nach soviel Hörerfahrung wieder in unserer Welt der Augen
und auf dem Boden angelangt sind, nicht entrückt, aber zweifellos
ein ganzes Stück reicher." (Frank Cebulla, Der Golem) "Dr. Albert Hofmann plaudert in schönstem Schwyzerdeutsch aus
dem Nähkästchen oder besser gesagt, dem Reagenzglas. Mit Esprit
und Humor aber der doch stets durchgehaltenen wissenschaftlichen
Diktion präsentiert uns der sympathische Chemiker allerlei über
Funktion und Wirksamkeit entheogener Drogen. Es ist der supposé-Verlag,
der im inflationären Überfluß der Hörbücher die wahren Perlen
vorhält!" (Das dosierte Leben) "Mit Erinnerungen eines Psychonauten hat der Kölner supposé Verlag ein Hörbuch veröffentlicht, das
jedes geprintete Werk über die Entdeckung der Lysergsäure-diäthylamid
(LSD) toppt. In 20 Originaltonaufnahmen erfährt der Zuhörer alle
Details über die Umstände, die dazu führten, dass Albert Hofmann
das Kultmittel einer ganzen Generation entdeckte ... Das Hörbuch
ist ein echtes Juwel, denn es kommt allein mit den Hofmann'schen
O-Tönen aus, die sich zu einer faszinierenden Geschichte zusammensetzen.
Der Lebensgeschichte eines leidenschaftlichen Chemikers. Der bis
heute um die Anerkennung des LSD, der Erfindung seines Lebens
kämpft, eines medizinischen Präparates, dem seine glanzvolle "Karriere"
als Wunderdroge zum Verhängnis wurde." (Kerstin Achenbach, 3sat
denkmal) "In der ihm eigenen helvetisch-heiteren Art, mit einer Stimme
und einer Sprache, die von spacigen Sixties-Psychedelia-Welten
weit, weit weg ist, erinnert sich - und uns - der Entdecker an
die facettenreiche Droge." (Petra Nachbaur, Echo - Vorarlbergs
erste Nachrichtenillustrierte) "Die Tondokumente, zusammengeschnitten aus Vorträgen der vergangenen
15 Jahre, gewähren Einblick in die Gedankenwelt dieses sympathischen
Forschersm der auch mit verbaler Clownerie überzeugt. Ein absolut
packender und witziger - kurzum: gelungener - Hör-Trip." (Agi
Habryka, WOM Magazin)
Erinnerungen eines Psychonauten
Von der Entdeckung entheogener Drogen
Herausgegeben von Thomas Knoefel
Audio-CD, 68 Minuten
ISBN-10: 3-932513-38-X
ISBN-13: 978-3-932513-38-1
EUR 18,-
Jene Abenteurer, Pioniere, die den Welteninnenraum befahren und
tief eintauchen in das Mysterium ihrer Selbst, können sich niemals
sicher sein, wohin die Reise führen und ob sie auch einen guten
Ausgang nehmen wird. Sie bleiben, wenn sie zurückkehren, und das
ist der Preis, die Fahrkarte ins Außerordentliche, Befremdende
ihrer inneren Räume, für immer Verwandelte. Und es sind wuchernde,
bald bizarre Träume ihr Begleiter, geht es durch Paradiese in
denen der Dämon regiert oder kopflose Götter, werden Kontinente
angesteuert, an deren Himmel mehr als nur eine Sonne steht und
eine unheimliche Helle die bekannte Welt in den Schatten stellt.
Wenn nun im großen kosmischen Eintopf, im Durcheinander von Vision
und Gelächter, von Konfusion und Luzidität, der Reisende seine
Fassung zu verlieren droht, wenn das Verzücktsein über das Sein
und das Nichtsein des Seins, dem Raumschifffahrer aus dem Ruder
laufen, wenn er abkommt vom Kurs, von allen bekannten Koordinaten,
dann ist es gut, (auf) die Stimme des Führers zu hören, eines
Reisekundigen und Freundes, ohne den man in solchen Regionen schnell
verloren ist.
Mit Albert Hofmann kommt ein Chemiker von Rang und zugleich unfreiwilliger
Erfinder, ein Demiurg wider Willen, ein verzauberter Zauberer
zu Wort, der eine Substanz in die Welt entlassen hat, von der
nicht wenige glauben, dass man durch ihre Hilfe "Gott selbst"
in sich wachrufen und sprechen lassen könnte: LSD. Kein anderer
Stoff hat einer ganzen Generation so sehr die Augen geöffnet,
für die Ekstase und für das Entsetzen, welche den Menschen treffen
können, urplötzlich und unvermittelt, aus einem heiteren und wolkenlosen
Himmel...
Albert Hofmann, geboren am 11.Januar 1906 in Baden in der Schweiz,
Chemiker. Arbeitete vor allem an der Isolierung und Synthetisierung
der wirksamen Prinzipien aus Arzneimittelpflanzen. Entdeckte im
Rahmen seiner Forschungen über Mutterkornalkaloide am 19. April
1943 die halluzinogenen Eigenschaften von Lysergsäure-diäthylamid
(LSD). Später Isolation der psychoaktiven Wirkstoffe Psilocybin
und Psilocin aus den mexikanischen Zauberpilzen Psilocybe mexicana
und der - mit LSD verwandten - Inhaltsstoffe (Indolalkaloide)
in Ololiuqui. Albert Hofmann lebt heute in Burg im Leimental,
Schweiz.