Konrad Lorenz "Lorenz war einer dieser raren Wissenschaftsstars: Er hatte nicht
nur etwas zu sagen, sondern war auch ein begnadeter Erzähler.
Mit seinen beeindruckenden öffentlichen Auftritten, begeisterte
er breite Bevölkerungskreise für seine Erkenntnisse." (K. Taschwer/B.
Föger) "Da freut sich der Tierfreund: Konrad Lorenz spricht." (Süddeutsche
Zeitung) "Wer einmal sein vieldiskutiertes Buch 'Das sogenannte Böse' gelesen
hat oder späteren umweltpolitischen Schriften wie jenes über 'Die
acht Todsünden der zivilisierten Menschheit', der hat das Wesen
des berühmten Verhaltensforschers Konrad Lorenz allenfalls ansatzweise
erfaßt. Und auch die zum hundersten Geburtstag unlängst erschienenen
Biographien über Lorenz vermögen nur anzudeuten, was zum Charakter
dieser großen österreichischen Forscherfigur mindestens genauso
gehört wie sein wissenschaftlicher Ehrgeiz: seine selbstironischen
Züge und eine manchmal geradezu poetische Rhetorik. Mit der von
Klaus Sander vom Kölner supposé-Verlag herausgegebenen Hörbuch-CD
wird diese Lücke geschlossen. Auf den beiden CDs sind Originalaufnahmen
aus nahezu der gesamten Schaffensperiode des Nobelpreisträgers
enthalten. Zu hören sind Gespräche und Vorträge über die Verhaltensforschung
an Tieren, über 'Wertphilosophische Aspekte der Evolution' über
'Die schöpferische Kraft' und eine spannende Diskussion mit seinem
Seewiesener Kollegen, dem Neurophysiologen Erich von Holst." (Joachim
Müller-Jung, Frankfurter Allgemeine Zeitung) "Der begnadete Erzähler Lorenz bettet in den einzelnen Beiträgen
- unter Nennung von treffenden Beispielen und stichhaltigen Belegen
- die Biologie und insbesondere die Verhaltensforschung in das
philosophische Umfeld etwa der Erkenntnistheorie. Die nicht nur
an Biologen adressierten Ausführungen dürften auf ein breites
Interesse stoßen, zumal sie verständlich dargeboten weit mehr
sind als ein Dokument der Zeit- oder Wissenschaftsgeschichte.
Deshalb können die Beiträge nicht nur die eine oder andere Mußestunde
im häuslichen Wohnzimmer akustisch umrahmen, sondern auch zur
Bearbeitung im Unterricht über die fachspezifischen Grenzen der
Biologie hinaus von Interesse sein." (Wilhelm Irsch, Biologie
in unserer Zeit) "Wenn der "Einstein der Tierseele" (Spiegel) über Erdkröten und
Tintenfische, Rhesusaffen, Läusen und Kolkraben spricht, teilt
sich selbst einem eher indifferenten Hörer etwas von jener besonderen
Begeisterung für die Tierwelt mit, die für Konrad Lorenz typisch
ist." (Claudia Mauelshagen, Psychologie heute) "Für diejenigen, die Konrad Lorenz erlebt haben, aber insbesondere
für alle, die ihn nur aus Büchern kennen, bieten die zwei CDs
ein unvergessliches Erlebnis." (Naturwissenschaftliche Rundschau) "In der Wiese gelegen, geraucht und geschaut. Am Seeufer, das
Treiben der Gänse im Blick. Was für ein verführerischer Gedanke,
dass dieses Idyll schon Wissenschaft sein könnte. Er sei von Natur
aus ein fauler Mensch, gestand Konrad Lorenz. Das ganze Geheimnis
seiner Arbeit liege im vorurteilsfreien Blick auf die Natur. Das
war natürlich kokett. Als der junge Biologe in seinem Elternhaus
in Altenberg bei Wien die Beobachtung von Graugänsen, Dohlen und
vielen anderen seiner ungewöhnlichen Haustiere aufnahm und mit
der 'Prägung' von Küken und den 'Übersprungbewegungen' von Käfigvögeln
erste Beispiele für angeborenes Instinktverhalten entdeckte, hatte
Lorenz längst selbst seine Prägung erfahren. Selma Lagerlöfs 'Wunderbare
Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen' hatte ihn
für sein künftiges Wappentier, sein Lehrer Philipp Heberdey (ausgerechnet
ein katholischer Pater) für Darwins Evolutionstheorie begeistert.
Einmal angenommen, dass das Verhalten von Tieren und Menschen
in Grundzügen ebenso erblich bedingt sein könnte, wie ihre Anatomie
- mit dieser Spekulation nahm Lorenz' neuer Blick auf die Biologie
ihren Anfang. Dass er die Verhaltensforschung zeitlebens immer
auch als anekdotische Wissenschaft betrieb, hat ihn geradezu prädestiniert
für das Kölner Label supposé, das eine Auswahl von Lorenz' Vorträgen
und Gesprächen 'Über das Verhalten geselliger Tiere' auf zwei
CDs veröffentlicht hat..." (Frank Kaspar, Theater heute) "Wunderbare Edition!" (Georg Dievenich, Bad Neuenahr-Ahrweiler) "Lorenz trägt seine komplexen Erkenntnisse derart verständlich
und sortiert vor, dass auch unbedarfte Hörer den Ausführungen
problemlos folgen können. Besonders beeindruckend ist die Klarheit
der Ausführungen und die Neugier nach neuen Erkenntnissen, die
Lorenz bis zuletzt bei seiner Forschung an den Tag legt. Die Auswahl
der Beiträge ist eine wirklich gelungene Zusammenstellung und
sie beweist einmal mehr, das Forschung und Wissenschaft - in geeigneter
Form präsentiert - ebenso spannend sein können wie ein guter Krimi."
(Kundenrezension amazon.de)
Über das Verhalten geselliger Tiere
Originaltonaufnahmen 1951-1983
Herausgegeben von Klaus Sander
2-CD-Set, 140 Minuten
Booklet, 8 Seiten
ISBN-10: 3-932513-55-X
ISBN-13: 978-3-932513-55-8
EUR 24,80
Nominiert für den Deutschen Hörbuchpreis 2005 (Beste Information)!
CD1
1 Im Garten von Altenberg 4:32
2 Forschung mit Wildgänsen 2:20
3 Moralanaloges Verhalten geselliger Tiere 28:18
4 Wie entsteht tierisches Verhalten?
Im Gespräch mit Erich von Holst 34:22
CD2
1 Ein Wasserschloß als Forschungsstätte
Im Gespräch mit Freiherr von Romberg 9:55
2-5 Wertphilosophische Aspekte der Evolution 52:48
6 Die schöpferische Kraft 6:03
Stimmen der Kritik:
"Dem Verhaltensforscher bereitete es Freude, die Aufmerksamkeit
seiner Zuhörer zu fesseln. Sein Erzähltalent war sprichwörtlich.
Einige markante Kostproben vereinigt das Hörbuch. So war Konrad
Lorenz in seinem Element, wenn er über die Evolution der Tötungshemmung
bei Tieren berichten konnte ... Zu den schönsten Tondokumenten
der Sammlung gehört ein 30-minütiges Gespräch zwischen Erich von
Holst und Konrad Lorenz aus dem Jahr 1953. Am Beispiel der Revierkämpfe
von Buntbarschmännchen ist zu erfahren, wie ein Männchen zwischen
Angriff und Rückzug hin- und herschwankt ... Die Gespräche und
Vorträge aus drei Jahrzehnten zeigen Konrad Lorenz in seiner zoologischen
Vielseitigkeit und mit seinem philosophischen Geist. Wer darüber
hinaus einem Wissenschaftsstar mit Humor begegnen möchte, der
kommt bei der Originalton-Sammlung auf seine Kosten." (Konrad
Lindner, MDR Figaro)